Liebe Leserinnen und Leser,

der britische Ökonom John Kay hat kürzlich in einem ZEIT–Interview eine neue Art von Volkswirtschaftslehre gefordert. Man könne nicht durch hoch komplexe mathematische Modelle, die vermeintlich die tatsächliche Welt abbilden würden, Risiken managen und Ereignisse vorhersagen. Ökonomische Modelle können zwar „grundlegende Einsichten über komplizierte Situationen vermitteln“, aber in der praktischen Umsetzung bringen sie nicht ausreichend weiter. Kay meinte weiter konkret: „Unternehmertum, Kreativität, spannende Experimente und dergleichen entstehen nur in einer Welt, in der Überraschungen noch möglich sind.“ Dies ist eine ermutigende Erkenntnis!

Um Überraschungen und Kreativität geht es indirekt auch bei dem aktuellen Beitrag unserer Partnerin und Anwaltskollegin Jutta Ritthaler zu dem Thema Interessenabwägung bei Kündigungen im Spannungsfeld zwischen Eigenbedarf und Mieterschutz – hier ist die Vielfalt und Differenziertheit des Sachvortrages vor Gericht gefordert.

Der Kreis zu der ermutigenden Erkenntnis von Kay schließt sich mit dem wundervollen Gedanken von Hermann Hesse, der sich schon wie eine Aufforderung anfühlt: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen: Vertrauen Sie und machen Sie einfach das Unmögliche möglich!

Mit besten Grüßen Ihr

Ingolf F. Kropp Rechtsanwalt