Liebe Leserinnen und Leser,

was soll man zu diesem G20-Gipfel, der diese unsere schönste Stadt der Welt heimgesucht, belastet, zerstört und verwüstet hat, noch sagen. Über die Sprachlosigkeit helfen leider auch nicht die Bekundungen der politisch Verantwortlichen und die vermeintlichen Ergebnisse des Gipfels hinweg. Geschrieben, gesagt und gezeigt ist genug und auch die strafrechtliche Aufarbeitung wird die Bilder des Geschehens leider nicht auslöschen können.

Folgen wir dann doch lieber den Worten des gerade verstorbenen Schriftstellers Peter Härtling. Trauma bewältigen durch Schreiben, sich erinnern oder besser noch: Lesen heißt Sprache lernen, Denken lernen, Worte lernen und mit der eigenen Phantasie umgehen.

Und die andere Realität ist, dass Hamburg immer noch boomt und wir uns über die ausgestrahlte Attraktivität freuen können. Die hat aber auch ihren Preis, gerade bei den Mietpreisen der Immobilien. Die durch starken Zuzug gestiegene Nachfrage sowie eine größere Zahlungsbereitschaft der Wohnungssuchenden hat die Mietpreise in Hamburg nach einer für die WaS zusammengestellten Auswertung des Immobilien-Portals "Homeday" um 11,3 % steigen lassen, besonders stark in B-Lagen, wie z. B. Jenfeld, Rothenburgsort und Hammerbrook.

In allen der Untersuchung zugrunde liegenden Metropolen gilt die sogenannte Mietpreisbremse, die die neuen Vertragsmieten bei 10 % oberhalb des Mietenspiegels deckeln sollte. Die einen halten das Instrument - wie auch wir in unserer Mietrechtsabteilung meinen - generell für fehlgeleitet, die anderen führen die Fehlfunktion auf Lücken im Gesetz zurück. Die Rechtsprechung ist am Werk. Lesen Sie dazu den Beitrag unserer Mietrechtsexpertin mit Blick auf eine aktuelle amtsgerichtliche Entscheidung im "umkämpften" Stadtteil.

Auf einen schönen Sommer und eine auf absehbare Zeit gipfelfreie Stadt. Hummel, Hummel!

Mit besten Grüßen
Günter Erdmann
SCHLARMANNvonGEYSO